Veranstaltung im Fokus

Veranstaltung im Fokus

Kurzfilme von Julian Rosefeldt im Hirshhorn Museum

06.September 2019

© Julian Rosefeldt and VG Bild-Kunst

Nutzen Sie die Gelegenheit, ausgewählte Kurzfilme des in Berlin lebenden Künstlers Julian Rosefeldt zu sehen. Sein von Kritikern hoch gelobtes Werk Manifesto (2015) hat als Spielfilm sowie als Installation weltweit Beachtung gefunden und dient als Ausgangspunkt für die aktuelle Ausstellung Manifesto: Art x Agency im Hirshhorn Museum.

Einige der Filme zeigen Inhalte, die nur für Erwachsene geeignet sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Filme im Einzelnen:

News (excerpt 1)

Julian Rosefeldt / Piero Steinle, 1998, 1 min

Für eine Reihe von Kurzfilmen aus dem Jahr 1998 unter dem Titel News sammelten Julian Rosefeldt und Piero Steinle Ausschnitte aus Nachrichtensendungen. Die Auswahl illustriert den repetitiven Charakter von Nachrichtensendungen in Ost- und Westdeutschland und ihre Widersprüchlichkeit: Die Zuschauer erwarten objektive Wahrheiten, während sie in Wirklichkeit subjektive Inhalte und stark einstudierte Verhaltensweisen zu sehen bekommen.

Lonely Planet

2006, 16:52 min

Der Kurzfilm, in dem Julian Rosefeldt selbst mitspielt, erzählt von der Odyssee westlicher Rucksacktouristen durch Indien, die sie von der Wüste in eine rastlose Stadt und wieder zurück führt.

Deep Gold

2013/2014, 18 min

Julian Rosefeldt schloss sich einem Team von Filmemachern an, um Luis Buñuels bahnbrechenden Film aus dem Jahr 1930, L’ge d’Or (Das goldene Zeitalter), in einer zeitgenössischen Version zu zeigen. Während der Originalfilm – eine satirische Komödie über ein Paar, dessen Leidenschaften ständig vereitelt werden – die heuchlerische und oft chaotische Natur des modernen Lebens thematisiert, folgt Rosefeldts Fassung unter dem Titel Deep Gold einem ähnlichen, aber grotesken Muster und zeigt einen Mann, der unter unerwiderte Lust und den merkwürdigen Hindernisse des Lebens leidet.

The Swap

2015, 16 min

In dem Kurzfilm geht es um den kinematographischen Klassiker des Aktentaschentauschs. Der Zuschauer folgt zwei Gangstergruppen während der Durchführung des Tauschs. Eine Reihe unerwarteter Bewegungen wirft Fragen über die Art ihrer Beziehung und unsere Erwartungen an The Swap auf.

In the Land of Drought

2015, 43 min, 15 sek

In the Land of Drought zeigt eine postanthropozänen Welt in Trümmern. Der vollständig mit Drohnen gedreht Film, hält seine Zuschauer auf Distanz, während er Szenen von öden Landschaften und verlassenen Gebäuden zeigt, während Figuren – scheinbar die Überreste der menschlichen Zivilisation – natürliche und künstliche Ruinen erkunden. Der Kurzfilm, der ursprünglich Teil einer längeren Filminterpretation von Joseph Haydns Die Schöpfung war, hinterfragt die Beziehung zwischen der Menschheit und den Orten, die sie gestaltet hat.

Das  Filmprogramm ist Teil des Deutschlandjahrs. Das Deutschlandjahr ist eine gemeinsame Initiative von Auswärtigem Amt und des Goethe-Institut unterstützt vom Bund der Deutschen Industrie (BDI), und will die jahrzehntelange Beziehung hervorheben, die auf gemeinsamen Werten, Interessen und Zielen beruht.

Gefördert durch

Realisiert durch

Unterstützt durch